Kriegerdenkmal der Barmer Fleischerinnung

Am 20. Novem­ber 1927, dem Toten­sonn­tag die­ses Jah­res, weih­te die Bar­mer Flei­scher­innung ihr Denk­mal zu Ehren der gefal­le­nen Mit­glie­der ein. Da der alte Bar­mer Schlacht­hof, auf dem das Denk­mal zunächst stand, spä­ter auf­ge­ge­ben wur­de — heu­te ist dort die Zen­tra­le der Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke zwi­schen Schüt­zen­stra­ße und Brom­berg­stra­ße -, ver­setz­te man 1958 das Denk­mal zum Elber­fel­der Vieh­hof, wo es heu­te in unmit­tel­ba­rer Nähe des Denk­mals der Elber­fel­der Flei­scher­innung steht.


Novem­ber 2009

Das Denk­mal, das von Prof. Mon­ten­bruck von der Kunst­ge­wer­be­schu­le ent­wor­fen und vom Bild­hau­er Fritz Lücken aus­ge­führt wur­de, scheint auch heu­te am Volks­trau­er­tag noch gepflegt zu wer­den. Es zeigt als Reli­ef einen auf­recht­ste­hen­den Sol­da­ten, der den Kopf auf sein Schwert gestützt hat. Dazu ist ein Eiser­nes Kreuz oben rechts ein­ge­fügt. Dar­un­ter ste­hen die Jah­res­zah­len 1914 und 1918. Links neben dem Eiser­nen Kreuz folgt die Inschrift:


“Ihren Gefal­le­nen
Meis­tern und
Gesel­len”
Rechts neben dem Sol­da­ten steht:
“Die
Bar­mer
Flei­scher­innung

20.IX.1927”


Auf der Rück­sei­te des Denk­mals sind unter dem Schrift­zug “Es star­ben den Hel­den­tod” die Namen von sechs Meis­tern und 39 Gesel­len im Stein ver­ewigt.

Anläss­lich der Ein­wei­hungs­fei­er gab es Unstim­mig­kei­ten zwi­schen der Bar­mer Flei­scher­innung und dem Zen­tral­ver­band der Flei­scher und Berufs­ge­nos­sen, da man von die­sem zwar die Namen der Gefal­le­nen erfragt hat­te, ihn aber nicht zur Ein­wei­hung ein­lud, da es eine “inter­ne Fei­er” der Innung sei. Der Ver­band beschwer­te sich dar­über, dass man gemein­sam mit den Gefal­le­nen im Dreck gele­gen habe und nun nicht “fein” genug sei, ein­ge­la­den zu wer­den. Außer­dem ver­mu­te­te man, dass die Innung eine “natio­na­le” Fei­er abhal­ten wol­le und des­we­gen der Ver­band, die den Gedan­ken “Nie wie­der Krieg!” ver­tre­te, nicht erwünscht sei.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Fußnoten:

  1. RMK, S. 255.