Industrie-Geschichtspfad Historisches Gelpetal

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Eine der Über­sichts­ta­fel am Haus Zil­ler­tal

Am 1. Juni 1980 wur­de im Rah­men des dama­li­gen Rhein­land­ta­ges der Indus­trie-Geschichts­pfad Gel­pe­tal eröff­net und bis 1982 kom­plet­tiert. Ange­sto­ßen hat­te die­se Ent­wick­lung Wil­ly Land 1975 in der Rons­dor­fer Wochen­schau, wor­auf­hin sich am 10. Febru­ar 1978 der Arbeits­kreis “His­to­ri­sches Gel­pe­tal” grün­de­te, dem Ver­tre­ter von Bür­ger­ver­ei­nen, Bezirks­ver­tre­tun­gen, Forst- und Land­schafts­be­hör­den, Muse­en und Archi­ve der Städ­te Rem­scheid und Wup­per­tal ange­hör­ten. Zum Lehr­pfad gehö­ren 4 gro­ße, iden­ti­sche Über­sichts­ta­feln, ein Orts­schild und 38 Erklä­rungs­ta­feln. Er ist als dezen­tra­les “Denk­mal für Gene­ra­tio­nen ber­gi­scher Ham­mer­schie­de und Schlei­fer auf­zu­fas­sen, die unter kaum vor­stell­ba­ren kör­per­li­chen Anstren­gun­gen die Grund­la­gen für die heu­ti­ge ber­gi­sche Eisen- und Stahl­in­dus­trie leg­te, deren Bedeu­tung unum­strit­ten ist”, stell­te Egon Vie­bahn im Begleit­buch zum Lehr­pfad fest.1


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Der Wan­der­weg.

Für das dezen­tra­le Denk­mal gibt es kei­nen Ein­trag auf der Kar­te.


Gedenktafel des Pickvereins “Grüne Eiche”

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Die Tafel an der Sam­ba­tras­se in Cro­nen­feld

Am 12. Dezem­ber 2015 wur­de im Cro­nen­ber­ger Orts­teil Von­keln an der gleich­na­mi­gen Stra­ße an der Sam­ba­tras­se durch den Pick-Ver­ein “Grü­ne Eiche” eine Kom­bi­na­ti­on aus Gedenk- und Infor­ma­ti­ons­ta­fel auf­ge­stellt, die zum einen an die Geschich­ten des “Pickens” erin­nert, aber gleich­zei­tig neue Inter­es­sen­ten zur ver­steck­ten Pick-Bahn locken soll. Der Ver­ein Grü­ne Eiche ist der letz­te, der in Cro­nen­berg noch dem “Picken” frönt, bei dem mit einem Wurf­holz auf acht Meter Ent­fer­nung neun Pin­ne zu tref­fen sind, die auf einem in der Erde ver­gra­be­nen Schleif­stein ste­hen. Hier liegt auch der his­to­ri­sche Ursprung des Pickens, als Frei­zeit­be­schäf­ti­gung der Schlei­fer und Ham­mer­schmie­de in den Pro­duk­ti­ons­pau­sen.1


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Die Infor­ma­ti­ons- und Gedenk­ta­fel.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Gedenktafel zur ersten urkundlichen Erwähnung Cronenbergs

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Der alte Cro­nen­ber­ger Bahn­hof am Ende der Sam­ba­tras­se.

Am 19. April 2013 wur­den am alten Cro­nen­ber­ger Bahn­hof, heu­te im Besitz der Spe­di­ti­on Digass, zwei Metall-Tafeln auf­ge­stellt, die einst im Cro­nen­ber­ger Alten­heim zu Hau­se waren. Sie erin­ner­ten an einen alten Baum, der 1982 dem Bau des Alten­heims wei­chen muss­te und an die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung Cro­nen­bergs. Als 2005 das Foy­er des Alten­heims umge­stal­tet wur­de, soll­ten die Tafeln ver­schrot­tet wer­den. Harald Bie­de­bach und der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein sicher­ten die Tafeln und lager­ten sie ein. Nach­dem sich Digass-Chef Karl-Wer­ner Gass bereit erklär­te, die Tafeln auf­zu­stel­len, fan­den sich mit Fir­ma Gis­bert Krä­mer, Jochen Rade­ke, Inha­ber des Stahl­han­dels Juli­us Greis KG, und dem Maler­be­trieb Tesche Spon­so­ren, die die Tafeln auf­ar­bei­te­ten und für den Auf­en­halt im Frei­en prä­pa­rier­ten.1


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Die Tafel am Lager­haus der Spe­di­ti­on.

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Die Tafel mit Baum und Gedicht am Bahn­hof

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenkstein für Volker Schultheiß

Der Gedenkstein im Farn.
Der Gedenk­stein im Farn.

Einen Halb­ma­ra­thon und einen Zehn-Kilo­me­ter-Lauf bie­tet die Lauf­ver­an­stal­tung “Zucker­spiel” im Burg­holz jedes Jahr im Früh­jahr an — und ist genau das nicht, ein Zucker­spiel. Am 6. April 2013 ver­starb Vol­ker Schult­heiß, ein erfah­re­ner Läu­fer auf der Distanz, im Kran­ken­haus am Arren­berg, nach­dem er wäh­rend des Halb­ma­ra­thons zusam­men­ge­bro­chen war.1 Dem 56jährigen Mann aus Ker­pen setz­ten die Ver­an­stal­ter am Unglücks­ort im April 2014 einen Gedenk­stein.2


Krakengreifer

Die Ein­fahrt zur Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge.

Im Juni 2011 stell­te die Abfall­wirt­schafts­ge­sell­schaft vor der Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge auf Kor­zert einen aus­ge­dien­ten Kran­ken­grei­fer in leuch­tend oran­gem Farb­ton auf, damit er als Wahr­zei­chen der Müll­ver­bren­nung die­ne.1


Der Kra­kenk­grei­fer dient dem Umschich­ten des Mülls und beför­dert sel­bi­gen zum Ofen­schacht.

Posi­ti­on des Objekts auf der Kar­te


Kriegerehrentafel der FFW Hahnerberg

Vom 31. Mai bis zum 1. Juni 1958 fei­er­te die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Hah­ner­berg ihr 75jähriges Bestehen. Zu die­sem Anlass zog ein Fest­zug vom Bereit­schafts­haus an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße 99–100 (heu­te Lidl-Filia­le) zur Fest­hal­le von Coca-Cola am Jung-Stil­ling-Weg. Die Feu­wer­wehr­ka­pel­le spiel­te einen gro­ße Zap­fen­streich, eine Schau­übung wur­de auf­ge­führt und es gab eine Para­de durch Neu­en­hof und Kor­zert. An einem die­ser Tage gedach­te man auch der Gefal­le­nen der Wehr und ent­hüll­te in der Wagen­hal­le eine Gedenk­ta­fel, die die 18 Gefal­le­nen des Ers­ten und Zwei­ten Welt­kriegs nennt.


Die Ehren­ta­fel.

Die Inschrift lau­tet:

Ehren-Tafel
der freiw. Feu­er­wehr W.-Hahnerberg
Gott zur Ehr
dem Nächs­ten zur Wehr
Unse­ren gefal­le­nen und verm. Kame­ra­den”

Im Jahr 1958 hat­te die Wehr 52 Mit­glie­der, dar­un­ter 36 Akti­ve. 1
Ende 2006 zog die Gedenk­ta­fel mit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr in die neue Wache am Schul­zen­trum Süd.

Heinz-Schwaffertz-Gedenktafel

Die Gedenk­ta­fel in der Heinz Schwaf­fertz-Are­na.

Am 2. Novem­ber 2008 weih­te Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung am Ver­eins­heim des Sport­plat­zes an der Rie­del­stra­ße in Sud­berg eine Gedenk­ta­fel des dort behei­ma­ten SSV 07 Sud­berg ein, die an den lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den und Mäzen Heinz Schwaf­fertz erin­nert.1 Die­ser war im Sep­tem­ber 2008 nach lan­ger Krank­heit gestor­ben.2Schwaf­fertz lei­te­te den Ver­ein seit 1989 und sorg­te dafür, dass sich die Sud­ber­ger in der Lan­des­li­ga eta­blier­ten und auch 2002 den moderns­ten Kunst­ra­sen­platz der Stadt erhiel­ten. Wie die Mar­mor-Gedenk­ta­fel ver­rät, trägt der Platz nun sei­nen Namen:


Die Gedenk­ta­fel.

Heinz Schwaf­fertz
Are­na
Rie­del­stras­se
1. Vor­sit­zen­der
des SSV 07 e.V. Sud­berg
1989–2008
Er leb­te für sei­nen Ver­ein.”



Stahlwille-Denkmal

Wil­le-Man.

Am 8. Sep­tem­ber 2012 fei­er­te die Cro­nen­ber­ger Fir­ma Stahl­wil­le mit einem gro­ßen Mit­ar­bei­ter­fest das Fina­le des Jubi­lä­ums­jah­res, mit dem man an die Fir­men­grün­dung im Jahr 1862 erin­ner­te. Gegrün­det als Gesenk­schmie­de ist das Unter­neh­men heu­te ein inter­na­tio­nal agie­ren­der Her­stel­ler von hoch­wer­ti­gen Schraub­werk­zeu­gen und der Dreh­mo­ment­tech­nik. Am Ein­gang zum  Ver­wal­tungs­bau steht seit dem Fest der “Wil­le-Man”, ent­stan­den in Zusam­men­ar­beit mit der Event­schmie­de Solin­gen, der aus zahl­rei­chen Metall­tei­len der Schraub­werk­zeug­fer­ti­gung besteht. 1An sei­nem Fun­da­ment erklärt eine klei­ne Pla­ket­te:


150 Jah­re 1862
Men­schen Schmie­den Zukunft
“Wil­le-Man”
Zeit­kap­sel der Beleg­schaft mit Wün­schen für die Zukunft
Ent­stan­den in Zusam­men­ar­beit mit der
Event­schmie­de Solin­gen”


Was Edu­ard Wil­le wohl dazu gesagt hät­te?

Gedenktafel zur Erinnerung an die Skisprungschanze im Gelpetal

Bank und Gedenk­ta­fel am alten Sprung­hang.

Am 13. Febru­ar 2009 wur­de gegen 15 Uhr1 das Ensem­ble aus Park­bank und Gedenk­ta­fel ein­ge­weiht, dass unweit der Gast­stät­te Zil­ler­tal in der Gel­pe an die schon längst abge­ris­se­ne Ski­sprung­schan­ze erin­nert. Der SSC Cro­nen­berg stif­te­te die Gedenk­ta­fel und die Bank mit den Namen des lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den Paul Meh­lings, der auf ewig den Schan­zen­re­kord hal­ten wird. Sei­ne Ori­gi­nal-Ski­er zie­ren die Ein­gän­ge zum Pfad am Ski­sprung­hang.


Der Sprung­schan­zen­weg beginnt am Park­platz des Hau­ses Zil­ler­tal oder wie hier auf dem Bild rechterhand der Stra­ße vom Unter­dahl zum Bün­gers­ham­mer.

Die Ski­sprung­schan­ze, die ein­zi­ge, die je in einer deut­schen Groß­stadt stand, wur­de von den Mit­glie­dern des erst 1929 gegrün­de­ten Ski-Clubs-Cro­nen­berg 1932/33 auf einem Hang am Gel­pe­tal errich­tet. Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de die­se zer­stört, da das Holz zum Hei­zen her­hal­ten muss­te. Doch schon 1947 wur­de eine neue Schan­ze gebaut und in den 1950er Jah­ren flei­ßig in den Win­tern zum Sprin­gen genutzt, 1959 kam sogar ein Kame­ra­team des WDR und film­te neben den meh­re­ren tau­send Zuschau­ern auch Paul Meh­lings Rekord­sprung: 33 Meter ging es weit, danach hieß es stark und gut abbrem­sen, denn der knap­pe Aus­lauf ging direkt in den Gel­per Bach und den Teich am Haus Zil­ler­tal über… 2009 erzähl­te Paul Meh­ling der WZ auch von der “Mar­ke­ting-Stra­te­gie” der Zeit:


“Sobald Schnee lag, setz­ten wir uns in einen PKW, einer schnall­te sich
die Ski­er an und häng­te sich hin­ten an das Auto. Auf dem Rücken ein
gro­ßes Schild: “Mor­gen, 14 Uhr Sprin­gen”. “Noch ein biss­chen
Mund­pro­pa­gan­da und schon kamen 500 bis 1000 Zuschau­er zusam­men”.2

Die schnee­ar­men Win­ter in den 1960er Jah­re führ­ten schließ­lich zum Ende der Schan­ze.


Die Gedenk­ta­fel mit Bild.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te