Die Gedenktafeln zur Erinnerung an die Wuppertaler Synagogen

Seit dem 15.September 1865 gab es in Elberfeld an der Genügsamkeitsstraße eine Synagoge für die jüdische Gemeinde, seit dem 22.Januar 1897 auch in Barmen, dort in der Straße Zur Scheuren. Beide Gemeinden hatten 1930, nun als Teil der neuen Stadt Wuppertal ungefähr 3000 Mitglieder, besaßen je einen eigenen Kindergarten und in Elberfeld zwei Altersheime. Während der Reichsprogromnacht 1938 brannten beide Synagogen aus und wurde vollkommen zerstört, die meisten jüdischen Bürger Wuppertals wurden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ermordet.
24 Jahre später, am 9.November 1962, wurden auf Anregung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit an beiden Standorten Gedenktafaln angebracht. Oberbürgermeister Dr.Frowein, Landesrabbiner Dr.Salomonowitsch, der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, Rosentahl, und der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinden in NRW, Dreyfuß sprachen aus diesem Anlaß.
Die Gedenktafel für die Elberfelder Synagoge an der heutigen Begegnungsstätte.
Der Bildhauer Kurt Schwippert entwarf die Gedenktafeln, die von Eugen Busmann und Gerd Mauel ausgeführt wurde. Beide Tafeln zeigen die gleiche Inschrift:

„Hier stand die Synagoge der
jüdischen Gemeinde. Sie
wurde am 9.November 1938
ein Opfer des Rassenwahns
Die Stadt Wuppertal
9.November 1962“

Gedenktafel in Barmen.

 

Die Gedenktafel für die Barmer Synagoge am Wohnhaus Zur Scheuren 18 (über der Tür).
Seit 1994 befindet sich auf dem Gelände der alten Elberfelder Synagoge die Begegnungsstätte Alte Synagoge, „ein außergewöhnlicher geschichtlicher Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.“
Seit dem 8. Dezember 2002 gibt es an der Gemarker Straße im Herzen von Barmen wieder eine Bergische Synagoge, deren Bau nötig geworden war, nachdem seit dem Ende des Kalten Krieges die jüdische Gemeinde Wuppertals von 65 auf über 2000 Mitglieder gewachsen war.
Siehe auch:

RMK, S.394.

Elberfeld:


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Barmen:

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