Eiche zur Erinnerung an die Dreihundertjahr-Feier der Stadt Elberfeld

Nach­dem am 29.Juli 1910 im Rah­men der Fei­er des drei­hun­dert­jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Stadt­rech­te Elber­felds die Vil­la Frei­tag und ihre Park­an­la­gen der Öffent­lich­keit über­ge­ben wor­den waren, folg­te ein Rund­gang durch die neu­en Anla­gen, der an einem baum­lo­sen Ron­dell ende­te. Ein gemisch­ter Kin­der­chor der Schu­le Troost­stra­ße sang vor den Fest­gäs­ten das Lied “In der Hei­mat ist es schön”, anschlie­ßend ergriff Rek­tor Lotz das Wort.
“Drei­hun­dert Jah­re sind im Leben unse­rer Stadt dahin. Da geziemt es sich wohl, einen Augen­blick inne zu hal­ten, im has­ten­den Trei­ben des All­tags­le­bens und bei der Jahr­hun­dert­wen­de am Lebens­we­ge unse­rer Stadt einen Merk­stein auf­zu­rich­ten, einen Aus­druck für das Erreich­te und zugleich den kom­men­den Geschlech­tern ein Wahr­zei­chen, es den Vätern gleich zu tun. Und wie könn­te das bes­ser gesche­hen als durch das Pflan­zen einer Eiche!”
Rek­tor Lotz bei der Anspra­che zur Ein­wei­hung der Eiche, die Reich geschmückt ist. Foto­gra­fie: Wal­ter Rich­ter. Ent­nom­men aus: Offi­zi­el­le Fest­wo­che zur Drei­hun­dert­jahr-Fei­er der Stadt Elber­feld, Heft III, 2.August 1910, S.6.

Anschlie­ßend pries der Rek­tor die Qua­li­tät einer Eiche und bezeich­ne­te sie im Voka­bu­lar der Zeit als “kern­deutsch”, “Sinn­bild unse­res Vol­kes”, die Ver­ei­ni­gung von Schön­heit, Stär­ke und Lebens­dau­er. Dann warb er dafür die Blü­te der Gegen­wart — die Jugend — zu pfle­gen, um dann spä­ter die Früch­te zu ern­ten. Sie sie die vor­nehms­te Sor­ge, aber auch “unse­re schöns­te Hoff­nung”. Mit dem heu­ti­gen Wis­sen aus­ge­stat­tet, wir­ken sol­che Wor­te ange­sichts zwei­er Welt­krie­ge und dem Völ­ker­mord der Natio­nal­so­zia­lis­ten wie blan­ker Hohn, doch sie ver­deut­li­chen, dass man im Elber­feld des Jah­res 1910 hoff­nungs­voll in die Zukunft blick­te. Die Zere­mo­nie ende­te mit einem drei­fa­chen Hoch­ruf auf die Jugend, wei­te­ren Hei­mat­lie­dern des Chors, einem von klei­nen Mäd­chen auf­ge­führ­ten Rei­gen und dem Vor­trag eines “sin­ni­gen” Gedichts, eben­falls von eini­gen “Klei­nen”.1

Die an die­sem Tag gepflanz­te Eiche erhielt an ihrer eiser­nen Umfrie­dung eine Pla­ket­te mit fol­gen­der Inschrift:
“Zur
Erin­ne­rung an die
Drei­hun­dert­jahr­fei­er
der Stadt Elber­feld
— 1910 -”

Die letz­te Zei­le ist auf dem Foto nicht mehr zu lesen, mög­li­cher­wei­se lau­tet sie: “Der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein”.

Wo genau die Eiche aller­dings stand, ist unklar.


Auf die­sem Kar­ten­aus­schnitt aus dem Jahr 1913 ist zwi­schen Vil­la Frei­tag und Fried­richs­ber­ger Trep­pe ein ein­zeln ste­hen­der Baum ein­ge­zeich­net, der in einem Ron­dell steht. Ob es sich um die­se Eiche han­delt, ist unklar. Die Kül­len­hah­ner Stra­ße heißt heu­te Rhein­stra­ße. Aus­schnitt der Kar­te: “Anla­gen am Fried­richs­berg mit Vil­la Frey­tag”, Stadt Elber­feld 1913. Maß­stab 1:2500. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, Kar­ten­si­gna­tur: 30/83

Gene­ral-Anzei­ger vom 25.02.1956.

1956 ent­stand die­ses Bild. Es gehört zu einem Arti­kel des Gene­ral-Anzei­gers über den Fried­richs­berg. Hier wird die­se Eiche als Denk­mal für den Stif­ter des Plat­zes ober­halb des Sport­plat­zes, “H.von Böt­tin­ger” bezeich­net. Die Gedenk­ta­fel ist ver­schwun­den. Als Stand­ort nennt der Autor des Arti­kels den Bereich zwi­schen dem Denk­mal zum 25jährigen Jubi­lä­um des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins auf dem Goe­the­platz und dem Sport­platz, was der Kar­te wider­spricht.2

Heu­te fin­det sich kei­ne Spur mehr von der Ein­frie­dung und der Eiche, es ist vom Grün­flä­chen- und Forst­amt nicht mehr zu ermit­teln, wann dies geschah. Der Bereich ist längst umge­stal­tet wor­den. 3

Im Rah­men der Drei­hun­dert­jahr­fei­er wur­den auch der Gold­schmie­de­brun­nen, der Gerech­tig­keits­brun­nen, die Gedenk­ta­fel für die gefal­le­nen Söh­ne der Stadt Elber­feld und der Brun­nen auf dem von der Heydt-Sport­platz ein­ge­weiht.

Hindenburg-Denkmal auf der Königshöhe

Am 15.Oktober 1915 — seit einem Jahr und zwei Mona­ten tob­te der Ers­te Welt­krieg — weih­te man auf der Königs­hö­he zwi­schen dem Som­mer­sitz der von der Heydts und dem gleich­na­mi­gen Turm auf dem Kies­berg ein Denk­mal für den Gene­ral­feld­mar­schall und dama­li­gen Ober­be­fehls­ha­ber Ost, Paul von Hin­den­burg, ein. Gestif­tet hat­te es ein­mal mehr Frei­herr August von der Heydt, sei­nes Zei­chens Pro­tek­tor des Elber­fel­der Krie­ger­ver­ban­des, Ritt­meis­ter der Land­wehr-Kaval­le­rie a.D. und Gehei­mer Kom­mer­zi­en­rat, “in dank­ba­rer Ver­eh­rung dem sieg­ge­wohn­te Schlach­ten­len­ker”, wie der Gene­ral-Anzei­ger bemerk­te. Der Tag der Ein­wei­hung war zugleich Hin­den­burgs 68. Geburts­tag.
Das Hin­den­burg-Denk­mal auf einer Post­kar­te aus dem Jahr 1916. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6.

Das Denk­mal bestand aus einem andert­halb Meter hohen Sockel aus Sand­stein­blö­cken, auf denen ein eben­so hoher Sand­stein­block in Pris­men­form mit einem Gewicht von 50 Zent­nern ange­bracht war. An den Ecken des Sockels befan­den sich vier gro­ße Gra­na­ten aus einer Elber­fel­der Geschoss­fa­brik. An der Vor­der­sei­te war ein Bron­ze­re­li­ef des Feld­her­ren ange­bracht, dar­un­ter war in den Stein “Hin­den­burg Platz” gemei­ßelt. An der Rück­sei­te befand sich ein Eiser­nes Kreuz unter dem fol­gen­de Inschrift ange­bracht wor­den war: “1915 errich­tet von August Frei­herr von der Heydt.”


Ein Aus­schnitt einer Kar­te des “Burg­holz”, die im Jahr 1916 ent­stand und von Arthur Rie­mer ver­öf­fent­licht wur­de. Sie ist nicht genor­det, son­dern “gesüd­et”, d.h. Süden ist oben, Wes­ten rechts, Osten links und Nor­den ist unten. Der Maßsstab beträgt 1:10000. Wir sehen dem Kies­berg, den Ehren­fried­hof links, unten die Bahn­li­nie, den von der Heydt-Turm und ober­halb davon das Denk­mal mit dem Hindenburg-Platz.Stadtarchiv Wup­per­tal, Kar­ten­si­gna­tur: 55

Zwei Jah­re spä­ter, am 2.Oktober 1917, beschloss die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung der Stadt Elber­feld aus Anlass des 70.Geburtstages des Gene­ral­feld­mar­schalls, der inzwi­schen die Obers­te Hee­res­lei­tung über­nom­men hat­te, die Stra­ße des in der Ent­wick­lung befind­li­chen “Land­haus­vier­tels” “Hin­den­burg­stra­ße” zu nen­nen. Deren Fort­füh­rung zum Ehren­fried­hof soll­te “Hin­den­burg­weg” hei­ßen und der Kies­berg in “Hin­den­burg­hö­he” umbe­nannt wer­den. Zusam­men mit einer Spen­de von 25.000 Mark zu “Hee­res­wohl­fahrts­zwe­cken” wur­de Hin­den­burg in einem Tele­gramm um Erlaub­nis gebe­ten. Wäh­rend Hin­den­burg­hö­he und -weg in Ver­ges­sen­heit gera­ten sind, besteht die Hin­den­burg­stra­ße bis heu­te.

Wäh­rend der Zeit des Kapp-Put­sches im März 1920 wur­den alle Metall­tei­le des Denk­mals demon­tiert. 1935 wur­de das Reli­ef, dies­mal als Bild­nis im Pro­fil, erneu­ert und kam im Zwei­ten Welt­krieg abhan­den. Anfang 1956 wur­de eine der Gra­nat­hül­sen gewalt­sam abge­ris­sen. Im April 1959 wur­de das Denk­mal im Auf­trag der Stadt ent­fernt.1

Gedenksteine zur Erinnerung an die Errichtung der Anlagen des Elberfelder Verschönerungsvereins

In den 1880er Jah­ren leg­te der Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein, der 1870 gegrün­det wor­den war, im Elber­fel­der Stadt­ge­biet vier gro­ße Parks an. Auf dem Nüt­zen­berg, dem Fried­richs­berg, der Frie­dens­hö­he und dem Mir­ker Hain. In den Jah­ren der Fer­tig­stel­lung wur­den dort Gedenk­stei­ne gesetzt.


“Anla­ge Nüt­zen­berg ange­legt 1874 Ver­schö­ne­rungs­ver­ein”

“Anla­ge Fried­richs­berg ange­legt 1878 Ver­schö­ne­rungs­ver­ein”

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Frie­dens­hö­he ange­legt 1878 Ver­schö­ne­rungs­ver­ein” Foto­gra­fie des Gedenk­steins am Freu­den­berg in den Anla­gen der Frie­dens­hö­he. Zustand um 1956. Unte­re Denk­mal­be­hör­de, Akte Denk­mä­ler A-H, ent­nom­men aus: RMK, S. 53.


Ob die­ser Gedenk­stein noch exis­tiert, ist unge­wiss. Ich habe ihn bis­her nicht gefun­den. Mey­er-Kahr­weg beschreibt den Stand­ort als “am Ran­de eines klei­nes Plat­zes in der Böschung”.

Der fol­gen­de Absatz wur­de am 12.August 2012 über­ar­bei­tet:

Auch im Mir­ker Hain, wo die Arbei­ten 1879 statt­fan­den, exis­tiert ein sol­cher Gedenk­stein. Eben­so wie auf allen drei noch vor­han­de­nen Gedenk­stei­nen fehlt hier die metal­le­ne Ver­zie­rung, wie sie beim Bild des Gedenk­steins der Frie­dens­hö­he zu sehen ist.


“Mir­ker Hain ange­legt 1879 Ver­schö­ne­rungs­ver­ein” ild ergänzt am 12.August 2012. Der Stein ist heu­te in eine klei­ne Mau­er am süd­li­chen Spiel­platz inte­griert.

Theodor-Körner-Denkmal

Am 24. August des Jah­res 1913 wur­de in den Bar­mer Anla­gen von der Dra­ma­ti­schen Ver­ei­ni­gung “Theo­dor Kör­ner” ein Denk­mal für den Dich­ter ein­ge­weiht, des­sen Namen die Ver­ei­ni­gung trug. Die 1891 gegrün­de­te Ver­ei­ni­gung mit im Schnitt 20 Mit­glie­dern hat­te seit ihrer Grün­dung für die Errich­tung des Denk­mals gespart.
Das Theo­dor-Kör­ner-Denk­mal im August 1940. Samm­lung Unte­re Denk­mal­be­hör­de, Nr. 2748.

Der 1791 in Dres­den gebo­re­ne Theo­dor Kör­ner war Schrift­stel­ler und hat­te sich 1813 dem Lützow’schen Frei­corps ange­schlos­sen, um an den Befrei­ungs­kämp­fen gegen Napo­le­on teil­zu­neh­men. Zu die­ser Zeit war er bereits als Dich­ter bekannt. Sein Eltern­haus hat­te zahl­rei­che Bekann­schaf­ten mit den Schrift­stel­lern der Zeit, so unter ande­rem Nova­lis, Wil­helm und Alex­an­der von Hum­boldt, Goe­the, Kleist und Schil­ler, der sogar ein Zeit lang im Haus des Vaters leb­te. Wäh­rend des Feld­zugs schrieb er zahl­rei­che Gedich­te, die rasch bekannt wur­den und vom Corps gesun­gen wur­den. Am 26. August 1813 fiel er bei Gade­busch.

Zwei Tage vor dem 100.Todestag des Dich­ters wur­de in den Bar­mer Anla­gen “an der Weg­bie­gung im Fischer­tal” in der Ulmen­al­lee das Denk­mal des Bar­mer Bild­hau­ers Carl Moritz Schrei­ner ein­ge­weiht. Es zeigt, nach der Beschrei­bung des Künst­lers,
“[…] die Gestalt des vom hei­li­gen Feu­er durch­glüh­ten Dich­ter­jüng­lings, der als Frei­heits­kämp­fer sei­ne hohe Sen­dung in die Tat umsetz­te […]. Kühn auf­schie­ßend aus der gela­ger­ten Trep­pen­an­la­ge reckt sich der Stein­pfei­ler, der die Gestalt eines Bar­den mit Lei­er und Schwert trägt. Und die­ser Pfei­ler ist über­zo­gen von den hin­rei­ßen­den Ver­sen des Frei­heits­dich­ters

Du Schwert an mei­ner Lin­ken
Was soll dein heim­lich Blin­ken?“1


Fei­er­lich­kei­ten am 125.Todestag Theo­dor Kör­ners. Ent­nom­men aus: Stadt-Anzei­ger für Wup­per­tal und Umge­bung vom 26.08.1938.

Die Ver­wen­dung von Ley­er und Schwert als Attri­bu­te der Figur geht ver­mut­lich auf den Titel der Samm­lung der vater­län­di­schen Kriegs- und Frei­heits­lie­der zurück, die unter dem Namen “Ley­er und Schwert” nach dem Tod Kör­ners her­aus­ge­ge­ben wor­den waren. Neben der Figur des Dich­ter­jüng­li­nigs zeig­te das Denk­mal an dem hohen und schma­len Obe­lisk aus Eifel­tuff­stein noch ein bron­ze­nes Medail­lon Kör­ners.

Das Denk­mal war nicht unum­strit­ten, zeig­te die Figur den Jüng­ling doch recht ent­blößt. So bemerk­te denn auch eine Zei­tung, dass es bei den Fest­steil­neh­mern bei der Ein­wei­hung betrof­fe­nes Schwie­gen und Kichern gab und dass Väter den Weg bei ihren Spa­zier­gän­gen mit der Fami­li­en fort­an mie­den und die Bota­ni­sier­gän­ge der höhe­ren Töch­ter­schu­le ande­re Gebie­te auf­such­ten.

Im März 1923 wur­de das Medail­lon gestoh­len und im Novem­ber 1929 von der Stadt ersetzt. Im Juli 1939 stand im Stadt­rat eine Besei­ti­gung der als anstö­ßig emp­fun­de­nen Figur zur Debat­te. Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Denk­mal zer­stört und die Über­res­te im April 1959 ent­fernt.2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ferdinand-Freiligrath-Gedenktafel

Am 15.Mai 1912 wur­de am Haus von Karl Ufer in der Luthe­ri­schen Kirch­stra­ße 4 (heu­te Zäh­rin­ger­stra­ße) eine Gedenk­ta­fel für den Dich­ter Fer­di­nand Frei­li­grath ent­hüllt. Die­ser war im Jahr 1837 nach Bar­men gekom­men, um bei der Fir­ma J.P. von Eynern als Buch­hal­ter zu arbei­ten. Gleich­zei­tig ver­öf­fent­lich­te der aus Soest stam­men­de Frei­li­grath sei­ne ers­ten Gedich­te im “Deut­schen Musen­al­ma­nach”. Nach­dem er bereits zuvor fünf Jah­re in Ams­ter­dam gelebt hat­te, war er im 27.000 Ein­woh­ner gro­ße Bar­men zunächst nicht glück­lich und schimpf­te in Brie­fen über das “ver­ma­le­dei­te, pro­sai­sche, klein­städ­ti­sche, dün­kel­haf­te Nest”. Nach­dem er inner­halb Bar­mens noch ein­mal umge­zo­gen war — in das “Demrath’sche Haus” auf der Wert­her Stra­ße 21- ging Frei­li­grath 1839 nach Unkel am Rhein und begann dort ein Leben als frei­er Schrift­stel­ler. Auch wenn sei­ne Zeit im Wup­per­tal eher kurz war, ver­gaß man ihn nicht und im Jahr 1867, als sich Frei­li­grath im Exil in finan­zi­el­len Nöten befand, ver­fass­te Ernst von Eynern, Sohn des frü­he­ren Chefs Frei­li­graths, in der “Gar­ten­lau­be” einen Auf­ruf zu einer “Dota­ti­on”, zu dem Emil Rit­ters­haus einen poe­ti­schen Appell bei­steu­er­te. Am 30.Januar 1869 zeig­te sich in der Abrech­nung der Erfolg der Akti­on, 58.444 Taler, 8 Sil­ber­gro­schen und 9 Pfen­ni­ge waren gespen­det wor­den und ermög­lich­ten die Rück­kehr Frei­li­graths nach Deutsch­land. Auf die glei­che Wei­se, näm­lich mit pri­va­tem Spen­den, wur­de die bron­ze­ne Gedenk­ta­fel finan­ziert, die der Bild­hau­er Wil­helm Gies­ecke schuf.1


Die Gedenk­ta­fel für Fer­di­nand Frei­li­grath. Ent­nom­men aus: Bar­mer Zei­tung vom 22.Juni 1935.

Sie zeigt, umkränzt von Eichen­blät­tern das Reli­ef des Dich­ters und dar­un­ter die Inschrift:

“Fer­di­nand
Frei­li­grath
wohn­te 1837–1839
in die­sem Hau­se”

Fer­di­nand Frei­li­grath starb am 18.März 1876 in Cann­stadt. Die Gedenk­ta­fel wur­de im Zwei­ten Welt­krieg zer­stört.


Reinhart-Schmidt-Denkmal

Am 25. Novem­ber 1911, einem Sams­tag, weih­te der Hardtver­ein das Denk­mal für Rein­hart Schmidt ein. Die­ser war Mit­be­grün­der, Vor­sit­zen­der und Ehren­vor­sit­zen­der des Hardtver­eins gewe­sen und hat­te sich unter ande­rem in die­sen Funk­tio­nen um den Auf­bau und die Erwei­te­rung des Elber­fel­der Parks ver­dient gemacht.
Das Rein­hart-Schmidt-Denk­mal auf der west­li­chen Hardt ober­halb des Ber­gi­schen Hau­ses. Foto aus dem Nach­lass des Bild­hau­ers Wil­helm Neu­mann-Tor­borg, NDS 92, Stadt­ar­chiv Wup­per­tal.

Das Denk­mal mit drei­stu­fi­gem Vor­bau zeig­te auf einem Sockel eine Bron­ze­büs­te von Rein­hart Schmidt, die der Elber­fel­der Bild­hau­er Wil­helm Neu­mann-Tor­borg geschaf­fen hat­te. Zwei Lor­beer­krän­ze aus Bron­ze und eine Tafel mit einer Inschrift ver­voll­stän­dig­ten das Denk­mal. Die Wid­mung dar­auf lau­te­te ver­mut­lich (ohne dass wir die Aus­ge­stal­tung ken­nen):

“Dem För­de­rer und Meh­rer der Hardtan­la­gen, dem um das Gemein­wohl hoch­ver­dien­ten Mit­bür­ger Rein­hart Schmidt
Hardtver­ein”
Die Bron­ze­büs­te des Denk­mals.

Rein­hardt Schmidt wur­de am 14.Juni 1838 in Sprock­hö­vel gebo­ren. Sein Vater, Peter Lud­wig Schmidt, besaß ein Eisen­han­dels­ge­schäft am Kip­dorf. Er selbst grün­de­te 1869 in Elber­feld eine Brief­um­schlag­fa­brik. 1873 wur­de er zum Stadt­ver­ord­ne­ten gewählt und blieb es bis zu sei­nem Tod mit einer Unter­bre­chung von sie­ben Jah­ren. 1881 zog er als Abge­ord­ne­ter für den Kreis Elber­feld-Bar­men in den Reichs­tag ein und war von 1895–1900 Vize­prä­si­dent die­ses Par­la­ments. Er war vor allem auf dem Gebiet der Sozi­al­po­li­tik tätig und arbei­te­te an der Gesetz­ge­bung zur Gewer­be­ord­nung, der Unfall­ver­si­che­rung und der Inva­li­den­ver­si­che­rung mit. In sei­ner Hei­mat­stadt Elber­feld sorg­te er dafür, dass die Hardt mit sei­nen und den Mit­teln von Freun­den um 32.000 Qua­drat­me­ter erwei­tert und zum Park aus­ge­baut wer­den konn­te. 1905 spen­de­te er die Mit­tel für den Bau der Wal­d­er­ho­lungs­stät­te im Burg­holz. Am 21.Oktober 1909 starb Rein­hart Schmidt in Elber­feld. Sei­ne Fir­ma fei­er­te 1970 ihr 100jähriges Bestehen und wur­de 1998 von der „Wolf-Bau­wens-Grup­pe“ über­nom­men. Die­se wur­de wie­der­um 2000 durch die schwe­di­sche Bong Grup­pe über­nom­men und seit­dem fir­miert die Fir­ma an der Indus­trie­stra­ße 77 als deren deut­sche Nie­der­las­sung unter dem Namen Bong GmbH.


Am 10.Juli 2012 konn­te ich die Bron­ze­büs­te bei der Bong GmbH foto­gra­fi­ern. Vie­len Dank dafür an Wolf­gang Schrei­ber. Beschä­di­gun­gen (s.u.) sind nicht zu erken­nen.

An der rech­ten Sei­te fin­det sich unten die Signa­tur des Bild­hau­ers.

1923 wur­de die Bron­ze­büs­te beschä­digt und sicher­ge­stellt. Spä­ter kam sie in das Kasi­no der Fir­ma Rein­hardt Schmidt GmbH und ist heu­te noch am Fir­men­stand­ort vor­han­den, aller­dings spä­tes­tens seit den Über­nah­men nicht mehr aus­ge­stellt.


Post­kar­te des Denk­mals nach 1924. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 2.11.2

1924 schuf der Bild­hau­er Erich Cleff nach dem Vor­bild Neu­mann-Tor­borgs eine Mar­mor­büs­te als Ersatz. Das Denk­mal wur­de ver­än­dert, womög­lich auch an einen ande­ren Stand­ort ver­setzt und bestand nun aus einem schmuck­lo­sen oben abge­stuf­ten Sockel mit fol­gen­der Inschrift an der Vor­der­sei­te:

Dem För­de­rer
der Hardtan­la­gen
unse­rem
um das Gemein­wohl
ver­dien­ten Mit­bür­ger
Rein­hart Schmidt
der Hardtver­ein
1911”


1951 befand sich das Denk­mal noch auf der Hardt, aller­dings war es beschä­digt. 1955 woll­te Dr. Wer­ner Schmidt mit einer Spen­de das Denk­mal wie­der instand­set­zen, was aber offen­bar auf­grund der Schä­den nicht durch­ge­führt wur­de. Statt­des­sen wur­de 1959 mit Mit­teln der Fami­lie Schmidt eine Schutz­hüt­te auf der Hardt errich­tet und an die­ser 1964 die Rein­hart-Schmidt-Gedenk­ta­fel ange­bracht. Die Mar­mor­büs­te wur­de sicher­ge­stellt und angeb­lich ins Von der Heydt-Muse­um gebracht.1 Dort ist sie aber nicht mehr (oder war nie dort)[2]2, ihr Ver­bleib ist unge­klärt.

Wie bei vie­len Denk­mä­lern auf der Hardt ist auch hier die Posi­ti­on des Denk­mals nicht genau zu bestim­men.


Jahn-Gedenktafel auf dem Sportplatz Schönebeck

Von die­ser Gedenk­ta­fel ist kei­ne Abbil­dung bekannt.

Am 2. Juli 1911 wur­de in Bar­men das Wald­fest gefei­ert und auf dem städ­ti­schen Turn­platz auf dem Sport­platz in der Schö­ne­beck eine Turn­schutz­hüt­te ein­ge­weiht. An die­sem Tag erin­ner­te man auch an den 100.Jahrestag der Eröff­nung des ers­ten Turn­plat­zes in der Ber­li­ner Hasen­hei­de durch Turn­va­ter Fried­rich Lud­wig Jahn (am  19. Juni 1811) und ent­hüll­te nach der Fest­re­de des Stadt­ver­ord­ne­ten Ernst Ves­per eine Bron­ze­pla­ket­te des Bild­hau­ers Wil­helm Gies­ecke, die in der Mit­te der Front der Schutz­hüt­te ange­bracht war. Sie zeig­te ein Reli­ef­bild­nis Jahns, das von Eichen­zwei­gen umrahmt war, dar­über waren die Jah­res­zah­len 1811 und 1911 zu sehen, dar­un­ter das Bar­mer Wap­pen und das vier­fa­che F der deut­schen Tur­ner­schaft. Dar­un­ter wie­der­um folg­te die Wid­mung:


Dem Gedächt­nis Friedr. Lud­wig Jahns
die deut­sche Tur­ner­schaft”


Der Vor­sit­zen­de der deut­schen Tur­ner­schaft, Leh­rer August Stel­ling, dank­te den Spen­dern aus den Rei­hen der Tur­nern und den ande­ren Mit­wir­ken­den für das Gelin­gen des Werks. Der Bei­geord­ne­te Schwart­ner über­nahm Schutz­hüt­te und Gedenk­ta­fel in die Obhut der Stadt.1
Wann die Schutz­hüt­te und die Gedenk­ta­fel ent­fernt wur­den, lässt sich nicht mehr ermit­teln.

Jahn-Brunnen zum 50.Jubiläum der Ronsdorfer Turngemeinde

Der Jahn-Brun­nen an der Scheidt­stra­ße in Rons­dorf.

Am 25.September 1910 fei­er­te die Rons­dor­fer Turn­ge­mein­de (heu­te: Deut­sche Tur­ner­schaft Rons­dorf 1860 e.V.) ihr 50jähriges Bestehen und weih­te zu die­sem Jubel­tag ein Denk­mal in Form eines Brun­nes zur Erin­ne­rung an das Jubi­lä­um und an Turn­va­ter Fried­rich Lud­wig Jahn ein. Finan­ziert wur­de der Brun­nen durch Spen­den der Rons­dor­fer Bür­ger­schaft, geschaf­fen hat­te den Brun­nen der Düs­sel­dor­fer Bild­hau­er Franz Lin­den. Die Ein­wei­hungs­re­de wur­de von Ober­turn­leh­rer Schrö­der aus Bar­men gehal­ten.


Ansicht des Denk­mals

Der Brun­nen besteht aus einem halb­run­den Beclen, hin­ter dem sich ein oben gerun­de­ter Auf­bau aus Muschel­kalk erhebt. Zwei Tur­ner, im Reli­ef dar­ge­stellt, hal­ten ein von Eichen­gir­lan­den bekränz­tes Medail­lon mit dem Bild­nis des Turn­va­ters. Dar­un­ter befin­det sich ein Mäan­der­fries. Dar­un­ter wie­der­um ström­te einst das Was­ser aus fünf Mas­ken.


Das ver­wit­ter­te Bild­nis von “F.L.Jahn”, wie die Inschrift ver­rät.

Aus Anlass des 50jährigen Bestehens erhielt die Turn­ge­mein­de von der Stadt Rons­dorf für die “Ver­diens­te um die Hebung der Volks­kraft und Volks­ge­sund­heit und der För­de­rung der Erzie­hung zu edlen Bür­ger­tu­gen­den” die gol­de­ne Medail­le und die Benut­zung der Turn­hal­le wur­de kos­ten­frei gestellt. Neben die­ser 1887 errich­te­ten Turn­hal­le in der Hoch­stra­ße (heu­te Scheidt­stra­ße) wur­de auch der Jahn-Brun­nen auf­ge­stellt. Wäh­rend die Turn­hal­le dem Zwei­ten Welt­krieg zum Opfer viel, über­stand der Brun­nen den Krieg und steht bis heu­te neben der 1956 errich­te­ten zwei­ten Turn­hal­le.1


Die ver­wit­ter­te Inschrift.

Auf der Rück­sei­te befin­det sich unter dem bekränz­ten vier­fa­chen F der deut­schen Tur­ner­schaft die Inschrift mit fol­gen­den Wor­ten:

Zur Jubel­fei­er der
Rons­dor­fer Turn­ge-
mein­de am Fünfund-
zwan­zigs­ten Sep-
tem­ber neun­zehn-
hun­dert­und­zehn
1860 — 1910”

Gedenktafel zur Erinnerung an die Stiftung der Villa Freytag

Foto­gra­fie der Vil­la Frey­tag am Fried­richs­berg (unda­tiert). Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/19/45

Am 29.Juli 1910, es war der zwei­te Tag der Drei­hun­dert­jahr-Fei­er­lich­kei­ten der Stadt Elber­feld, wur­den die Park­an­la­gen und die Vil­la Frey­tag am obe­ren Ende der Rhein­stra­ße — die damals noch Kül­len­hah­ner Stra­ße hieß — der Bevöl­ke­rung über­ge­ben. Die Erben von August Frey­tag hat­ten die Anla­gen samt Vil­la und Hoch­wald, ins­ge­samt 23 Mor­gen, Anfang des Jah­res 1908 der Stadt Elber­feld zur Ver­grö­ße­rung der bereits ober­halb bestehen­den Anla­gen am Fried­richs­berg zum Preis von 120.000 Mark ange­bo­ten. Der Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein als Besit­zer der Fried­richs­ber­ger Anla­gen ver­sprach als Jubi­lä­ums­ge­schenk 60.000 Mark, also die Hälf­te der Kauf­sum­me auf­zu­brin­gen und so ging der Besitz bereits am 31.Oktober 1908 an die Stadt.


Das rote Gebäu­de im Zen­trum der Kar­te ist die Vil­la Frey­tag, unter­halb davon ist die Gedenk­ta­fel ange­bracht. Aus­schnitt der Kar­te: “Anla­gen am Fried­richs­berg mit Vil­la Frey­tag”, Stadt Elber­feld 1913. Maß­stab 1:2500. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, Kar­ten­si­gna­tur: 30/83

Am besag­ten Juli-Tag wur­de die Vil­la mit den sie umge­ben­den Park­an­la­gen der Öffent­lich­keit über­ge­ben und eine stei­ner­ne Gedenk­ta­fel auf einer Stütz­mau­er ent­hüllt, die an die­sen Tag erin­nert.


Die Gedenk­ta­fel exis­tiert im Gegen­satz zur Vil­la bis heu­te.

Die Gedenk­ta­fel wur­de vom Kunst­ge­wer­be­leh­rer Prof. Lou­is Heitsch ent­wor­fen und trägt fol­gen­de Inschrift:

“Die Vil­la Frei­tag
wur­de aus Anlass des
Drei­hun­dert­jäh­ri­gem
Stadt­ju­bi­lä­ums
1910
vom Ver­schö­ne­rungs­ver­ein als
öffent­li­che Anla­ge gestif­tet.”

August Frey­tag, der ursprüng­li­che Besit­zer, war Inha­ber einer seit dem 1.Januar 1819 in der Mori­an­stra­ße 17 bestehen­den Juwe­len-, Gold,- Sil­ber­wa­ren- und Uhren­hand­lung. Die Vil­la Frey­tag (deren Adres­se  Kül­len­hah­ner Str.129 lau­te­te) war sein Som­mer­sitz. Er war Mit­glied des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins seit des­sen Grün­dung und ab Febru­ar 1879 Mit­glied des Vor­stands. Er betei­lig­te sich mit ver­schie­de­nen Spen­den am Kauf von Wald zur Ver­grö­ße­rung des Besit­zes des EVV und hat­te auch in sei­nem Test­am­tent eine Stif­tung von 5000 Mark an die Stadt Elber­feld ein­ge­setzt, deren Zin­sen zum wei­te­ren Ankauf von Wald die­nen soll­ten. Am 17.Mai 1889 ver­starb August Frey­tag.1


Die Stütz­mau­er und die Gedenk­ta­fel im Park am Fried­richs­berg.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de die Vil­la Frei­tag beim Bom­ben­an­griff auf Elber­feld im Jahr 1943 zer­stört.2
Im Rah­men der Drei­hun­dert­jahr­fei­er wur­den auch der Gold­schmie­de­brun­nen, der Gerech­tig­keits­brun­nen, die Gedenk­ta­fel für die gefal­le­nen Söh­ne der Stadt Elber­feld und der Brun­nen auf dem von der Heydt-Sport­platz ein­ge­weiht.

Gustav-Platzhoff-Denkmal

Post­kar­te mit Bril­ler Vier­tel und dem Gus­tav-Platz­hoff-Denk­mal, gelau­fen 1912. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6

Es war der 24.Juli 1910, als der Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein am Nüt­zen­berg am obe­ren Ende der Sado­wa­stra­ße ein Denk­mal für sei­nen ers­ten und spä­ter Ehren­vor­sit­zen­den Gus­tav Platz­hoff ein­weih­te. In Anwe­sen­heit von Mit­glie­dern der Fami­lie Platz­hoff-de Weerth, des Bei­geord­ne­ten Schoe­ne­fel­der als Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters Funck und von Mit­glie­dern des Ver­eins sprach der Vor­sit­zen­de Frei­herr August von der Heydt über die Ver­diens­te des Geehr­ten um den Ver­schö­ne­rungs­ver­ein und im Beson­de­ren um die Anla­ge am Nüt­zen­berg, die die­ser durch eine Schen­kung des Wald­be­sit­zes und mit Geld­spen­den ermög­licht hat­te.


Das Platz­hoff-Denk­mal auf einer Foto­gra­fie mit dem Bron­ze­re­li­ef Platz­hoffs. Ent­nom­men aus: Dr.Wilhelm de Weerth, Ahnen­ta­fel von Ellen de Weerth geb.Jung, Düs­sel­dorf 1939, S. 12.

Das Denk­mal in Form einer gro­ßen, anfangs bepflanz­ten, Vase auf einem drei Meter hohen, sich ver­jün­gen­dem Pos­ta­ment mit leich­ten Jugend­stil­ele­men­ten, an des­sen Front ein Bron­ze­re­li­ef und die Inschrift zu fin­den war, schuf der Elber­feld Kunst­ge­wer­be­leh­rer Prof. Lou­is Heitsch, der zwei Jah­re zuvor bereits den Flag­gen­mast vor dem Elber­fel­der Rat­haus geschaf­fen hat­te. Die Inschrift lau­te­te:

Dem ers­ten
Vor­sit­zen­den und
Mit­be­grün­der des
Ver­schö­ne­rungs-
Ver­ei­nes
Gus­tav Platz­hoff
1910”


Gus­tav Platz­hoff wur­de am 19.Mai 1821 in Elber­feld gebo­ren und war ein Uren­kel von J.P. Bemberg, der 1792 eine Wein­hand­lung gegrün­det hat­te, die spä­ter ein Far­ben­han­del und dann eine Tür­ki­schrot­fär­be­rei wur­de. 1865 zog die Fir­ma, deren Teil­ha­ber Platz­hoff war, an die Oeh­de in Hecking­hau­sen um, da dort mehr Platz vor­han­den war. Neben der Arbeit enga­gier­te sich Platz­hoff als Stadt­ver­ord­ne­ter (1853–1861), Bei­geord­ne­ter (1864–1878) und als ers­ter Vor­sit­zen­der des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins (1870–1881). Dar­über hin­aus war er zwan­zig Jah­re lang Reprä­sen­tant der refor­mier­ten Gemein­de Elber­felds. Ab 1881 war er Ehren­vor­sit­zen­der des EVV. Am 23.August 1880 erhielt er den Kro­nen­or­den IV.Klasse und die 1860 ange­leg­te Platz­hoff­stras­se trägt bis heu­te sei­nen Namen. Am 7.Oktober 1887 starb er in Elber­feld.
Gus­tav-Platz­hoff-Denk­mal und der Ein­gang des Sado­wastol­lens im März 2011.

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs ging das Bron­ze­re­li­ef und die Inschrift
ver­lo­ren. Im August 1968 wur­de eine neue Bron­ze­ta­fel ange­bracht, auf der
die Inschrift zu lesen ist. 1


Die neue Gedenk­ta­fel von 1968

Das im Hin­ter­grund zu sehen­de Por­tal wur­de 1879 errich­tet und gehört zum Sado­wastol­len, der 1877 ange­legt wur­de und unter dem Nüt­zen­berg die Sado­wa­stra­ße und den Wey­er­busch­weg ver­bin­det. Der reprä­sen­ta­ti­ve Abschluss des 700 Meter lan­ge Stol­lens, der als Was­ser­re­ser­voir dien­te, war Bedin­gung des Ver­schö­ne­rungs­ver­ein für die Erlaub­nis zum Bau. 1994 wur­de das bau­fäl­li­ge Por­tal für 370.000 DM2 von den WSW saniert.3


Ein Eich­hörn­chen ist an der Sei­te des Pos­ta­ments zu sehen.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te